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Update: Wichtiger Hinweis zur Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Rücknahme des Antrages auf Rückgabe des vollstationären Versorgungsauftrages für Kinder- und Jugendmedizin am DRK Krankenhaus Lichtenstein


Auf Betreiben der Stadt Lichtenstein als Minderheitsgesellschafter der DRK-Krankenhaus Lichtenstein Gemeinnützige GmbH sahen sich der Mehrheitsgesellschafter und die Geschäftsführung gezwungen, den an das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gestellten Antrag auf Rückgabe des vollstationären Versorgungsauftrages für Kinder- und Jugendmedizin am DRK Krankenhaus Lichtenstein, verbunden mit der Etablierung einer Tagesklinik für Kinder- und Jugendmedizin als Außenstelle des DRK Krankenhauses Chemnitz-Rabenstein am DRK Krankenhaus Lichtenstein nunmehr zurückzuziehen. Die Stadt Lichtenstein hatte durch ihre Anwaltliche Vertretung einen Vollstreckungsantrag in Hinblick auf die Rücknahme gestellt.

Daher wurde mit Schreiben vom 05.04.2022 der an das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gestellte Antrag zurückgezogen.

Wie bereits in unseren vorangegangenen Pressemitteilungen, zuletzt vom 31.03.2022, hingewiesen, ist die Einstellung des vollstationären Betriebs der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin zum 11.03.2022 vorläufig und bis auf Weiteres der aktuellen Situation im kinderärztlichen Bereich geschuldet und beruht auf der Tatsache, dass sich mit dem derzeit verfügbaren fachärztlichen Personal unter Berücksichtigung der rechtlichen Erfordernisse kein Dienstplan für die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin aufstellen lässt.

Diese vorläufige und bis auf Weiteres gültige Einstellung des vollstationären Betriebs der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin muss also ungeachtet der Rücknahme des Antrages aufrechterhalten werden.

Trotz umfangreicher Akquisebemühungen liegt uns nach wie vor keine Bewerbung einer Fachärztin oder eines Facharztes für Kinder- und Jugendmedizin vor. Zwischenzeitlich hat sich diese Situation durch eine weitere fachärztliche Kündigung noch einmal deutlich verschärft.

Mit Rücknahme des Antrags erledigen sich faktisch auch die Bemühungen, eine Tagesklinik für Kinder- und Jugendheilkunde am Krankenhausstandort Lichtenstein zu etablieren, da die rechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung dieses Konzeptes nicht gegeben sind.

Wir bedauern die entstandene Situation insbesondere im Hinblick auf die kinderärztliche Versorgung der Region zutiefst und können nach wie vor nicht verstehen, warum die zukunftsweisende Strukturveränderung an dieser Stelle nachhaltig verhindert worden ist.